Jede Analyse ist eine Momentaufnahme mit Zeitstempel. Antippen, um die gespeicherte Analyse samt Kursbild von damals zu sehen.
Jede Analyse folgt demselben Ablauf. Das macht sie vergleichbar, nicht richtig. Was hier steht, ist eine Einordnung des Marktbilds zu einem Zeitpunkt, keine Ausführungsempfehlung.
Die Analyse entsteht am Handelsplatz des Analysten: am TradingView-Chart mit OANDA-Kursen und Volumen, mit den eigenen Zonen-Indikatoren (Money-Printer-Level, Order Blocks, Fair Value Gaps, Fibonacci vom H4-Swing, VWAP-Bänder, Sessionprofil) und einem Nachrichten-Briefing mit Quellen. Es ist dieselbe Analyse, nach der der Analyst selbst handelt; die Seite zeigt sie eins zu eins, nichts wird für die Seite neu bewertet. Das Kursbild auf dieser Seite (Kerzen, RSI 14, EMA, ATR, VWAP-Bänder, Preisprofil nach Zeit je Preis) wird aus Dukascopy-Kursen gerechnet, mit der Sessiongrenze 17:00 New York wie im OANDA-Chart; kleine Abweichungen zum OANDA-Kurs von 1 bis 3 USD sind normal.
Sechs Analysen je Handelstag (Montag bis Freitag), jeweils kurz vor einem Sessionwechsel, dazu bei Bedarf Zwischenanalysen. Der Szenariohorizont steht in jeder Ausgabe und reicht bis zum nächsten Sessionwechsel oder Ereignis.
Uhrzeiten Wien. Fällt ein Mac-Lauf aus, springt rund eine halbe Stunde später eine Cloud-Routine ein und rechnet eine Ersatzanalyse aus Dukascopy-Kursen; sie ist oben als „Ersatzanalyse" gekennzeichnet und kennt weder die Zonen-Indikatoren noch das Volumen.
Dort stehen drei Werte. Sie erneuern sich alle 10 Sekunden von selbst, solange die Seite offen und sichtbar ist; neu laden muss man nichts. Ändert sich ein Wert, leuchtet er kurz grün oder rot auf. Liegt die Seite im Hintergrund, pausiert die Abfrage und holt beim Zurückkommen sofort den neuen Stand. Gold ist der Kassakurs einer Feinunze in US-Dollar; die Prozentzahl daneben ist die Veränderung seit dem letzten Tagesschluss um 23:00 Wien. US-Rendite 10 Jahre ist die Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen, an der Börse „US10Y“ genannt. Sie wird nur während der US-Sitzung gehandelt; außerhalb steht die Uhrzeit des letzten Standes in der Kachel. Dollar-Index ist der Kurs des US-Dollars gegen sechs wichtige Währungen, an der Börse „DXY“ genannt.
Der Pfeil sagt, was die Bewegung dieses Wertes für Gold bedeutet: Pfeil hoch heißt Rückenwind, Pfeil runter heißt Gegenwind, Pfeil zur Seite heißt kein klarer Einfluss. Der Pfeil ist keine Faustregel. Gerechnet wird so: Für jeden der letzten 250 Handelstage wird die Tagesveränderung von Gold der Tagesveränderung des Wertes gegenübergestellt. Daraus entsteht eine Maßzahl zwischen minus eins und plus eins, die sagt, wie eng beide zusammenhängen und in welche Richtung. Ist dieser Zusammenhang statistisch nicht abgesichert, zeigt die Seite gar keinen Pfeil. Ist die heutige Bewegung kleiner als das untere Drittel aller Tagesbewegungen dieses Wertes, gilt sie als alltäglich klein und der Pfeil steht auf seitwärts.
Die gemessenen Werte werden geladen …
Wichtig: Der Pfeil beschreibt einen statistischen Zusammenhang der Vergangenheit, keine Ursache und keine Vorhersage. Ein Zusammenhang kann sich ändern, und an einzelnen Tagen läuft Gold oft anders, als der Pfeil nahelegt. Quelle der Kurse: Kassagold von Swissquote in Echtzeit (Rückfall gold-api.com), Rendite und Dollar-Index von Yahoo Finanzen; diese beiden werden einmal pro Minute geholt, weil sie sich langsam bewegen. Der Zusammenhang wird aus Tagesschlusskursen gerechnet und mit jeder Analyse neu ausgezählt.
D1, H4, H1 und M15 werden getrennt gelesen. Pro Ebene werden fünf Fragen beantwortet:
Fünf Stufen: bärisch, leicht bärisch, neutral, leicht bullisch, bullisch. „Leicht" heißt: Struktur und Lage zeigen in eine Richtung, Momentum oder Beteiligung bestätigen es nicht. „Neutral" heißt: kein bestätigter Ausbruch aus der relevanten Range. Die Gesamteinschätzung gewichtet H4 und H1 am stärksten; D1 setzt den Rahmen, M15 liefert die Bestätigung.
Eine Zone entsteht, wenn mindestens zwei unabhängige, berechnete Marken zusammenfallen: Kerzenhoch oder -tief, σ-Band, POC, Vortagesschluss, EMA. Einzelne Marken werden genannt, aber nicht als Zone geführt. Zonen werden auf ganze Dollar gerundet.
In Ausgaben vom Mac-Chart sind die Prozentzahlen die Einschätzung des Analysten, die Wege folgen den Marken der Analyse. In Ersatzanalysen der Cloud-Routine sind sie eine Auszählung aus der Kurshistorie: Für jeden vergangenen Handelstag wird zur selben Uhrzeit die bis dahin aufgebaute Tagesspanne genommen und geprüft, ob der Kurs bis zur nächsten Analyse zuerst darunter schloss (A), zuerst darüber (B) oder in der Spanne blieb (C). Gezählt werden Handelstage mit vergleichbarer Lage: Kurs im selben Drittel der Tagesspanne und Vortag auf derselben Seite der EMA 20. Ist diese Teilmenge kleiner als 30 Tage, wird sie zur Gesamtrate hin geglättet oder durch sie ersetzt; die Seite zeigt immer, welche Stichprobe verwendet wurde. Ein Bruch ist ein Stundenschluss außerhalb der Spanne. Der Analyst darf diese Zahlen nicht ändern, nur erklären. Die Pfad-Endpunkte im Szenarienbild sind die historische Median-Ausdehnung nach einem Bruch, keine Zielmarken.
Jeder Treiber besteht aus Fakt, Quelle mit Datum und Einordnung, sauber getrennt. Meldungen ohne unabhängige Bestätigung werden als solche markiert. Zwei Meldungen mit gemeinsamer Ursache zählen als ein Schock. Was nicht geprüft werden konnte, steht unter „Datenstand & Lücken" und fließt nicht in den Bias ein.